Unternehmer heißen so, weil sie etwas unternehmen, weil sie sich bewegen, sich engagieren. Kein Wunder also, dass wir alles Mögliche für Sie tun – nicht selten auch das Unmögliche. Und das nicht erst seit gestern.
Denn für komplexe Probleme brauchen Sie intelligente Lösungen. Intelligente Lösungen setzen Erfahrung voraus. Gut, dass wir bereits in der dritten Generation nicht nur graue Theorie anbieten, sondern die Entwicklung und Produktion von Lacken und Beschichtungsstoffen entsprechend Ihrer individuellen Anforderungen.
Zu Beginn
Gründung
Am 01.01.1918 werden die Firmen „Zülch & Dr. Sckerl Farben- und Lackfarben“ und „Deutsche Druckfarbenfabrik Zülch & Dr. Sckerl“ in Leipzig/Eutritzsch als oHG gegründet.
erstes Fertigungsrezept
Das erste Fertigungsrezept sind 180kg „Broncetinctur“ für die Firma Carl Eckart, Fürth, zu der noch heute Geschäftsbeziehungen bestehen
In den 20er Jahren...
Inflation
Am 27.09.1923 beträgt die Leihgebühr für einen Kessel 32.479.000.000,— Mark. Bezahlt werden am 22.11.1923 & 97.864.000.000.000,— Mark. Es bleibt eine Restschuld von 64,95 Goldmark.
Devisenprobleme
Ein Kunde aus Estland bietet am 07.12.1923 Export-Butter zu 300,— Estn. Mark/kg und geräucherten Speck zu 200,— Estn. Mark/kg „zollfrei“ als Bezahlung. Zum Vergleich: 1,— US$ = 357,50 Estn. Mark.
Internationalisierung
Handels- und Schutzmarken werden zu dieser Zeit u.a. in Italien (Torino), Dublin (Irland), Indien (Bombay) sowie Hongkong und China eingetragen.
In den 30er Jahren
Farbe in alle Welt
Es werden Vertretungen oder Lager in folgenden Städten unterhalten: Alexandria, Amsterdam, Barranquillia, Barcelona, Bombay, Calcutta, Caracas, Dublin, Habana, Helsinki, Kaunas, Malmö, Nicosia, Oslo, Rangoon, Rio de Janeiro, Shanghai, Tallinn, Teheran, Tel-Aviv, Tokio, Turin.
In den 40er Jahren...
Bombenangriffe
1945 werden in circa 12 Minuten fast alle Produktions- und Nebengebäude vollständig vernichtet. Nur die Verwaltung bleibt stark beschädigt erhalten.
Planwirtschaft live (und ohne Farbe)
Ein Leserbrief aus der Sächsischen Zeitung 1949: Bestellung am 22.10.1948, Lieferung am 17.02.1949; Vier Monate Bürokratie für circa 70 kg Anstrichmittel!
„Man kann verstehen, wenn die Männer von der volkseigenen Wehoma-Maschinenbau in Tharandt ärgerlich sind. Sie brauchen nämlich Farbe zum Anstreichen ihrer neuangefertigten Maschinen. Am 22. Oktober 1948 beantragten sie auf VB 25 insgesamt 70 Kilogramm Lackfarbe, Verdünnung und Modellack.
Am 19. November 1948 (!) wurde die Bestellung (schon!) von der Industrie- und Handelskammer Dresden genehmigt, jedoch konnte die Lackfabrik Coswig (VVB) nicht liefern. Am 31. Dezember verfielen alle Warenschecks. Es hieß: neue Bestimmungen abwarten. Inzwischen beschaften sich die Tharandter eine Lieferzusage von Coswig.
Am 26. Januar 1949 wurde diese Zusage an die Landesregierung eingereicht. Diese lehnte ab. Tharandt sei in Leipzig eingeplant. Diesmal jedoch konnte Leipzig nicht liefern. Blitzgespräch mit Herrn Schneider, Dezernat Maschinenbau bei der Landesregierung: „Leipzig kann nicht liefern!“ Herr Schneider: „Reichen sie einen neuen Vordruck VB 23 ein.“
Am 1. Februar geschieht das, mit Kurier. Es folgt Mitteilung vom SIK: „Farbe kann bei Zülch & Skerl, Leipzig, abgeholt werden!“ - Zülch & Skerl teilen mit: „Erst Leergefäße liefern. Dann folgt Mitteilung - wann ihr Abholen könnt. Wir können nämlich jetzt nicht liefern!“ (!) Gleich darauf teilen Zülch & Skerl mit: „Freigabeschein auf Farbe von Fachkontor Chemie zurückgezogen.“
Am 11. Februar 1949: Vorstoß unserer Aufklärer beim SIK.
Am 14. Februar 1949: Freigabeschein für Coswig.
Am 17. Februar 1949: Lieferung der Farbe an uns.
Der Zweijahresplan soll vorfristig erfüllt, die Unkosten gesenkt werden! Unmöglich bei einem derartigen Wirrwarr und Tempo.
Volkskorrespondent P.
In den 50er Jahren...
Flucht aus der DDR
1952 flieht die Familie Zülch aus der damaligen DDR, das Unternehmen wird in den folgenden Jahren verstaatlicht und in die „Vereinigung Volkseigener Betriebe Lacke und Farben“ (LACUFA-Gruppe) integriert.
Neuanfang im Westen
1959 wird die Firma Eckard Zülch GmbH & Co Lackfarbenfabrik in Osterode am Harz durch Herrn Eckard Zülch gegründet.
In den 90er Jahren...
ISO 9001
Das bereits vorhandene Qualtitätsmanagement-System wird nach EN ISO 9001 durch TÜV-Cert unter der Nummer 08/100/1790 zertifiziert.
Spezialisierung und Internationalisierung
Aufgrund der Spezialisierung des Produktprogramms und zunehmender Internationalisierung des Geschäfts bestehen Kontakte in folgende Länder: Österreich, Schweiz, Frankreich, Niederlande, Belgien, Großbritannien, Schweden, Spanien, Italien, Polen, Tschechische Republik, Ägypten, Kolumbien, Peru, USA; Canada, Thailand, Hongkong, China, Australien.
Umwelt-Engagement
1998 wird das ökologische Engagement sowohl bei der Produktentwicklung wie auch bei der Fertigung im eigenen Unternehmen durch Zertifizierung nach ISO 14001 durch TÜV-Cert unter der Nummer 08/104/1790 dokumentiert.
Familienunternehmen in der dritten Generation
Hanns-E. Zülch übernimmt 1999 das Unternehmen.
Auf dem Wasserweg
1999 wird ein wasserverdünnbarer Anstrichstoff patentiert.
In jüngster Vergangenheit...
Aus Zülch wird Zuelch
Aufgrund des expandierenden Auslandsgeschäftes firmieren wir am 01.03.2001 um in Zuelch Industrial Coatings GmbH. Jetzt klappt’s auch mit der Internetadresse...