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Telefon 0800-COATINGS
 
Tipps und Tricks - Fehler vermeiden

Auflistung häufiger Lackierfehler

 


sowie Ursachen und Möglichkeiten zur Vermeidung

Fehler Ursache Vermeidung
Abplatzen, Abblättern
  • ungeeignetes Beschichtungssytem (mager auf fett)
  • Veränderung des Untergrundes
 
Beifallungen/
Randmarkierungen
  • Untergrund reversibel bzw. nicht ausgehärtet
  • Vormaterialien zu früh überarbeitet
  • zu hohe Schichtstärken,
    zu kurze Trockenzeiten
  • zu grobes Schleifpapier
  • Lösemitteltest
  • nur auf blankes Blech spachteln
  • mit einem 2K-Füller isolieren; dabei den Füller in mehreren dünnen Spritzgängen spritzen und Ablüftzeiten einhalten
  • einwandfreie Trocknung der Vormaterialien sicherstellen
  • nicht zu grob schleifen
  • Verarbeitungs-vorschriften beachten
Blasenbildung
  • Rückstände chemischer Vorbehandlung von Blechen
  • Untergrund nicht ausreichend ausgetrocknet und gereinigt
  • Poren/Lunkerstellen nicht
    ausgeschliffen
  • Polyester-Materialien nicht isoliert
  • Spritzluft verunreinigt
  • Kondenswasser- bildung durch Temperatur- schwankungen
  • Handschweiß
  • Salze und Mineralien im Schleifwasser
  • Einfluss von Feuchtigkeit während der Verfilmung
  • Einschlüsse aus porösem Untergrund
  • zu kurze Ablüftzeit bei Einbrennlacken
  • fehlende Grundierung
  • Vormaterialien gut austrocknen lassen, sorgfältige Reinigung des Untergrundes
  • Polyester-Produkte isolieren
  • Lunkerstellen sorgfältig ausschleifen oder nachspachteln
  • Kondenswasser- bildung vermeiden
  • für saubere Spritzluft sorgen, regelmäßig Öl- und Wasserabscheider überprüfen
  • VE-Wasser zum Reinigen einsetzen
Bläulicher Schimmer an der Oberfläche und Schleierbildung
  • Beeinflussung durch störende Stoffe aus dem Untergrund
  • zu hohe Luftfeuchtigkeit bei der Trocknung/ Härtung
  • ungenügende Belüftung bei der Trocknung/ Härtung
  • Niederschlag von Kondensaten
 
Bodensatz
  • Überschreiten der Lagerzeit
  • nicht aufgerührt
 
Deckkraft, fehlende
  • kein korrekter, einheitlicher Untergrund
  • nicht ausreichend aufgerührt
  • zu geringe Schichtdicke
  • zu niedrige Viskosität
  • auch vertikal aufrühren
  • Viskosität und Schichtdicke nach Angaben verarbeiten
  • hellen Untergrund/ Grundierung verwenden
  • neutralen Untergrund spritzen
Düsenverstopfung, Trübung
  • Farbverschmutzung
  • unverträgliche Lack- oder Verdünnungszugabe
  • sauber arbeiten, Material ggfs. absieben
  • nur verträgliche Lacke und Verdünnungen mischen
Eindicken, Gelieren
  • Überschreiten der Topfzeit
 
Farbton-abweichungen
  • zu nass, zu trocken, zu dünn, zu deckend gespritzt
  • Spritzpistole (Düse), Spritzdruck nicht vorschriftsmäßig
  • Oberfläche durch Umwelteinflüsse verwittert
  • Abweichung in der Serienlackierung (Mehrfachnuancen)
  • Untergrund ist zu dunkel, z. B. bei bleifreien Decklacken (rot, gelb, orange)
  • nicht ausreichend aufgerührt
  • empfohlene Grundierung verwenden
  • Farbtonvergleich (Musterblech)
  • Beilackieren "Tröpfchenmethode"
  • nicht nur horizontal, sondern auch vertikal (ggfs. maschinell mit Druckluftrührer) aufrühren
Fleckenbildung
(gelb bis braun)
  • Peroxid-Reste im Holz
    (vom Bleichen)
  • Peroxid durch Hitze oder Ammoniak vor der Lackierung vollständig zersetzen lassen
  • geeigneten Härter verwenden
Fülle ungenügend
  • saugender Untergrund
  • zu geringe Schichtdicke
 
Glanzverlust
  • saugender Untergrund
  • Einwirkung von Feuchtigkeit auf die frische Beschichtung (weiß anlaufen bei höherer Temperatur und hoher Luftfeuchte
  • zu hoher Pigmentanteil durch mangelhaftes Aufrühren
  • Störungen bei der Trocknung und Härtung der Beschichtung
 
Haftungsstörungen
  • Untergrund nicht ausreichend vorbehandelt
  • Kondenswasser- bildung durch Temperatur- schwankungen / Taupunkt- unterschreitung
  • falsches Lacksystem
  • zu kurze Trockenzeiten / Ablüftzeiten
  • ungenügendes Anlösen des Untergrundes durch Überschreiten der Überarbeitbarkeitszeit (speziell bei 2K EP- und PU-Systmen
  • Herstellerinformation beachten
Haftungsstörungen des Klarlackes
  • zu hohe Schichtdicke des Basislackes
  • zu kurze Zwischen- und Endablüftzeiten des Basislackes
  • falsches Mischungsverhältnis Klarlack/Härter
  • Schichtstärken des Basislackes lt. Produkt-Information einhalten
  • Zwischen- und Endablüftzeiten lt. Produkt-Information einhalten
  • Mischungsverhältnis Klarlack/ Härter lt. Produkt- Information einhalten
Haftungsstörungen auf Kunststoff
  • ungenügende Reinigung, Trocknung (tempern)
  • ungeeigneter Haftvermittler
  • vor Reinigung tempern
  • sorgfältige Reinigung
  • Abdunsten des Reinigungsmittels
Hautbildung
  • unsachgemäße Lagerung
 
Hochziehen
  • Durchschliff bis zum Untergrund
  • nicht isoliert
  • mit ungeeignetem Füller isoliert
  • Füller nicht vorschriftsmäßig verarbeitet
  • Untergrund nicht durchgetrocknet
  • Lösemitteltest
  • mit einem 2K-Füller isolieren; dabei den Füller in mehreren dünnen Spritzgängen spritzen und Ablüftzeiten einhalten
  • Durchschliffe vermeiden
Klarlackvergilbung
  • falscher Härter
  • Härtergebinde nach Gebrauch verschließen
  • Mischungsverhältnis Klarlack / Härter lt. Produkt- Information
Kocher
  • schlecht durchgetrockneter Füller
  • Lösemittel- und Lufteinschlüsse bei überhöhten Schichtdicken
    - Spritzviskosität
    - Spritzdruck
    - Ablüft- / Trockenzeiten
  • falscher Härter und Verdünnung
  • zu dicke Schichten
  • Trocknung abgebrochen (Trockenzeit nicht eingehalten)
  • Schichtdicke korrigieren
  • Trockner regelmäßig überprüfen
  • Produkt- Information beachten
Kräuselbildung
  • nicht durchgehärtete Vor-Lackierung, z. B. frische Kunstharzlackfarben
  • nicht geeigneter Untergrund, z. B. nicht lösemittelbeständige Kunststoffe
  • zu dicke Schichten
  • vorgeschriebene Trockenzeiten einhalten
  • lösemittel- empfindliche Untergründe entfernen oder isolieren
Kraterbildung, Benetzungsstörung
  • Silikonverschmutzung
    (z. B. Handcreme, Schweißspray, Neonröhren, silikonhaltige Dichtungsmassen etc.)
  • öl-, wachs-, fetthaltige Rückstände
  • Spritzluft durch Kondenswasser oder Ölrückstände verunreinigt
  • Staubeinfall
  • Taubefall und Feuchtigkeits- einwirkung während der Trocknung und Härtung
  • zu kurze Abluftzeit bei Wärmehärtung
  • silikonfreie Handcremes (Stokolan)
  • extreme Sauberkeit (bei Verarbeitung von Hammerschlag- lacken komplette Trennung inkl. Waschverdünnung!)
  • sorgfältige Reinigung des Untergrundes vor Lackierbeginn
  • regelmäßige Pflege der Spritzanlage
Läufer- oder Gardinenbildung
  • abweichende Spritzviskosität, Spritztechnik, Zwischenablüftzeiten und Schichtstärken
  • Spritzpistole (Düse), Spritzdruck nicht einwandfrei
  • Lackmaterial, Untergrund oder Raumtemperatur zu kühl
  • falsche Verdünnung oder zu niedrige Viskosität
  • Untergrund hat sich angelöst
  • Verarbeitung nach
    Herstellerangaben
  • einwandfreie Spritzgeräte einsetzen
  • Objekt und Material auf Raumtemperatur von
    20 °C erwärmen
  • gute Kombination
    Härter/ Verdünnung wählen
Nadelstiche
  • Untergrund nicht ausreichend ausgetrocknet
  • Polyestermaterialien nicht isoliert
  • Poren nicht ausgeschliffen
  • Vormaterialien gut austrocknen lassen
  • Poren gut ausschleifen oder nachspachteln
Optik (unsauberes Aussehen der Beschichtung)
  • ungenügende Vorbereitung des Untergrundes
  • Staubeinfall
  • unsaubere Arbeitseinrichtung
 
Rissbildung
  • Veränderung des Untergrundes
  • ungeeignetes Beschichtungssystem (mager auf fett / Grundierung auf Lack)
  • fehlerhafte Vorbehandlung des Untergrundes
  • zu hohe Schichtdicken
 
Runzelbildung
  • zu dicke Schichten bei zu schneller Oberflächentrocknung
  • Quellung von Beschichtungen durch Wasser oder Lösemittel
  • hochziehen (zu frühes oder spätes Überlackieren speziell bei Alkydsystemen
 
Schleifriefen
  • schleifen mit zu grobem Schleifpapier
  • weiche, elastische Untergründe
  • Decklack zu dünn aufgetragen
  • Lösemitteltest
  • isolieren des weichen Untergrundes
  • vorgegebenes Schleifpapier einsetzen
  • normale Schichtdicke auftragen
Streifenbildung
  • Spritzviskosität, Spritzdruck, Spritztechnik
  • Spritzpistole, Spritzdüse
  • zu kurze Ablüftzeiten
  • ungeeignete Verarbeitungs- temperatur
  • ungeeignete Verdünner
  • Verarbeitungs- vorschriften lt. Produkt-Information beachten
  • geeignete Spritzpistole und Spritzdüse wählen
  • Spritzpistole parallel zum Objekt führen
  • im Produktsystem des Herstellers bleiben
Trocknungs- / Härtungsstörungen
  • klimatische Einflüsse
  • falscher Härterzusatz
  • zu dicke Schichten
  • ungenügende Untergrund- vorbehandlung
  • Weichermacher- wanderung
 
Verarbeitbarkeit schlecht
  • ungeeignete Viskosität
  • ungeeignete Lösemittel
  • ungünstige Temperatur des Untergrundes und des Beschichtungsstoffes
 
Verfärbung
  • durchbluten von Bitumen, organischen Pigmenten und Farbstoffen
  • Vergilbung bei phenolhaltigen Beschichtungen
  • Einwirkung von Licht und Industrieabgasen auf Pigmente
  • Überbrennen bei wärmehärtenden Beschichtungen
 
Vergilbung
  • falscher Härter
  • Angaben auf Produkt-Information beachten
Verlaufsstörungen
  • abweichender Spritzdruck, Spritzviskosität, Spritztechnik, Verarbeitungstemperatur
  • ungeeignete Lösemittelkombination
  • narbiger Untergrund
  • ungeeignete Spritzpistole (Düse)
  • zu schnelle Antrocknung
  • schlecht verlaufene Grundbeschichtung
  • saugender Untergrund
  • falsche Verarbeitungstechnik
  • keine optimale Schichtdicke
  • Verarbeitungs- vorschriften lt. Produkt-Information beachten
  • vorschriftsmäßige Untergrund- vorbehandlung
  • geeignete Spritzpistole (Düse)
  • vorgeschriebene Verdünnung einsetzen
Vermattung / Glanz
  • Schichtstärken/ Luftfeuchtigkeit
  • Untergrund anlösbar
  • Härtungsfehler oder Härter hatte bereits mit Luftfeuchtigkeit reagiert
  • falsche Verdünnung
  • Wasser oder Öl in der Spritzluft
  • Trocknung unterbrochen
  • zu trocken gespritzt
  • Angaben auf Produkt-Information einhalten
  • Härterkannen verschließen
  • ausreichende Frischluftzufuhr sicherstellen
  • forcierte Trocknung nicht unterbrechen
  • Trockenzeit einhalten
  • richtige Verdünnung einsetzen
Wasserbläschen
  • Schleifwasser- rückstände in Ecken, Kanten, Falzen und unter Zierleisten
  • Spritzluft verunreinigt
  • schlechte Isolierung von Polyester-Produkten
  • zu hohe Luftfeuchtigkeit
  • Anbauteile möglichst immer abmontieren
  • sorgfältig ausblasen
  • Öl- und Wasserabscheider regelmäßig überprüfen
Wasserflecken
  • frisch lackierte, noch nicht ausgehärtete Lackierung
  • zu hohe Schichtdicke, zu kurze Trockenzeit
  • Härtungsfehler oder Härter nicht mehr brauchbar
  • Einsatz nicht geeigneter Verdünnung
  • Verarbeitungs- vorschrift lt. Produkt- Information einhalten
Weißanlaufen (speziell bei "Gewitterklima")
  • Kondensatbildung bei schnelltrocknenden NC-Systemen
  • Verzögerer zusetzen
Wolkenbildung
  • abweichende Spritzviskosität, Spritztechnik, Ablüftzeiten, Spritzraumtemperatur
  • Spritzpistole, Spritzdüse, Spritzdruck nicht einwandfrei
  • nicht geeigneter Verdünner
  • Spritzviskosität nach Meßstab einstellen
  • Spritzpistole parallel zum Objekt führen
  • geeignete Spritzpistole und Düse wählen
  • Verdünner des Herstellers einsetzen
  • Verarbeitungs-vorschriften lt. Produkt-Information beachten


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